Thursday, May 04, 2006

Szang - drei

Es ist Samstag Abend und ich bin unterwegs… na ja, nicht wirklich, nur dabei, geschäftig hin und her zu eilen und Geschirr, Besteck, Schüsseln mit Kartoffelchips und Alkoholika auf dem Tisch zu verteilen.
Bevor die ersten Gäste klingeln, sitze ich noch ein paar Viertelstunden am PC und trage die in einem steten Strom meinen Postkasten enternden Bloglinks in den Reader ein.
Zwischendurch immer wieder genervtes Weggeklicke der PopUp-Meldungen: „Ungelesene Nachricht“. Nein, ich will jetzt nicht den dreißigsten neuen, noch ungelesenen Blog lesen.
Letztendlich erlöst mich das Schnarren im Flur vom Bildschirm und der Abend kann beginnen.

Im Laufe desselben verteilen sich die Grüppchen auf mehrere Zimmer, ich schaue mal hier, mal da und lausche den Gesprächen. Irgendwann zu fortgeschrittener Stunde höre ich Gejohle aus der Küche. Mein Mitbewohner ‚post’ für die Kamera, er zitiert eine gewisse Filmszene. Ich stimme in das Lachen mit ein und rufe aus dem Hintergrund Regiekommentare. ‚You know Lat Back?’ Irgendwer ruft ‚Catto, catto, catto!!’1
Mitten ins Gelächter rufe ich dem Fotografen zu, er solle mir das entstandene Foto unbedingt schnellstmöglich zuschicken, denn natürlich ist in diesen Sekunden mein WoistJapanPeriskop ausgefahren.
Lange danach ist die Party zu Ende, nach ein paar Stunden Schlaf wache ich auf, draußen lärmen diverse Vogelarten und ein Blick auf den Wecker bestätigt mich in dem Bedürfnis, weiter schlafen zu wollen. Doch während ich versuche, die Vögel draußen auszublenden, fällt mir das ‚Suntory-times’ Fotoshooting ein. Und im Einschlafen formuliere ich mein Forschungsgebiet für die kommenden Wochen. Wo werde ich Japan suchen? Auf welches Japan werde ich meine Suche konzentrieren?


***


Ich werde Japan im Bereich Gesellschaft/Kultur(/Jugendkultur) suchen. Bereiche wie Politik und Geschichte können und sollen nicht zu 100% ausgeschlossen werden, jedoch soll es mir um den Einfluss japanischer Artefakte/Sitten/Kulturgüter auf den deutschen Alltag/deutsche Artefakte/Sitten und die deutsche Kultur gehen.


_____________________________________________________________

1 Lautmalerisch wiedergegebene Kommentare aus dem Film Lost in Translation von Sofia Coppola

Anmerkung für den vergangenen Text: die Zahlen ‚ni’ und ‚szang’ sind lautmalerische Darstellungen der Zahlen zwei und drei, basierend auf den entsprechenden Audiodateien der Microsoft Encarta, Standard 2003. Die zukünftigen Texte werden mit den japanischen Zahlen betitelt sein.

http://www.suntory.com/ - Homepage of Japan's leading producer and dirstributor of alcoholic and nonalcohol beverages.

0 Comments:

Post a Comment

<< Home