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Es werden Posts vom Februar, 2013 angezeigt.

Hypothetische Dialoge

Sie hat 3679 Follower und bisher rund 7400 Tweets verfasst. Mit Vorliebe verlinkt sie geistreiche Kommentare aus der Zeitung "Welt". Die Rede ist von Erika Steinbach. Ich gehöre zu ihren dreitausendsechshundertneunundsiebzig Followern. Nachdem ich kürzlich einen Freund davor gewarnt habe, mich auf Frau Steinbach anzusprechen fragte er, wieso ich ihre Tweets denn abonniert hätte, wenn sie so ein Reizthema sei.

Nun gehöre ich zwar nicht zu jenen Menschen, die bei Unfällen nicht weggucken können, dennoch vergleiche ich meine Unfähigkeit, die Tweetverfolgung zu beenden, gern mit dieser psychologischen Reaktion. Ich. kann. nicht. weggucken.

Außerdem eignen sich ihre Tweets ganz hervorragend für das Trainieren der eigenen Contenance. Auf ihre Kurznachrichten nicht zu antworten ist hart. Weil es mir also oft genug schwerfällt, nicht auf den Antworten-Button zu klicken, um völlig sinnfrei weil unnötig Repliken zu tschilpen, muss ich einmal, wenigstens einmal hier im Stillen hypothet…

Großstadtkinder

Wissen was ich mein. Es muss was los sein, oder wir gehen ein.
Warum ist Wohnen in der Großstadt besser als das Vegetieren auf dem Land? Obwohl man diese Frage eigentlich als rein rhetorisch verstehen darf, antworte ich. Die Vorzüge des Guten lassen sich stets am trefflichsten im Vergleich mit dem Schlechten darstellen.


Ich wohne in Pankow. Außerhalb des Rings. Des S-Bahnrings. Diese Aussage führt in der Regel dazu, dass mein Gegenüber die Hände über dem Kopf zusammenschlägt, „Achwehachweh“ ausruft und im schlimmsten Fall anfängt, RainaldGrebes „Brandenburg“ zu singen. Pack was zu essen ein, wir fahrn nach Pa-hankow. Anfangs führte derlei entsetztes, verbal meinen Kopf tätschelndes Gehabe zu rohrspatzähnlichem Gemotze meinerseits. Da ich in so einem Fall zum Berlinern neige, (in jeder anderen Lebenssituation spreche ich Hochdeutsch) wandelte sich das Entsetzen häufig in belustigtes Entzücken. Mittlerweile zucke ich nur noch mit den Schultern. Meistens. „You tiny state people have a r…

In sachlich: "Polizeigewalt"

In Stimmung: Scheiße alles. Ausrastende Beamte bei der Bayrischen Polizei? Die 23-Jährige liegt mit auf dem Rücken gefesselten Händen auf einer Holzpritsche und soll sich so heftig gegen bis zu sieben Beamte gewehrt haben, dass ein Beamter sich in Notwehr verteidigen musste. Konsequenz: Gebrochenes Nasenbein und gebrochener Augenhöhlenbogen. Bei der Frau.

Ursprünglich hat sie laut Bericht die Polizei gerufen, weil sie in heftigen Streit mit ihrem Freund geraten ist.

Ein Freund teilt den Link mit, ich selbst sitze vor'm Laptop, Feierabend, starre auf den Bildschirm und verstehe, mal wieder, die Welt nicht mehr. Call me naive, I just don't care.

Erst vor kurzem habe ich mich mal wieder mit jemandem darüber unterhalten, warum Mensch Polizist wird. Bereitschaftspolizist gar.

Ich entschuldige mich an dieser Stelle bei sämtlichen Polizeibeamten, die sich noch nie was zu Schulden haben kommen lassen, außer vielleicht 'nem Strafzettel, die bei einer Geschichte wie der der besagte…